Jeder Van, den wir verkaufen, rollt durch dasselbe Tor auf unserem Hof in Auckland, im Westen der Stadt. Deshalb starten und enden beide Touren genau dort.
Bevor du losfährst
Beide Touren setzen einen self-contained zertifizierten Van voraus (autark, mit eigenem Frisch- und Abwassertank und Toilette). Jeder Van bei uns auf dem Hof ist genau das. Der Nachweis ist das grüne Zertifikat an der Windschutzscheibe.
Genau dieses Zertifikat erlaubt dir Freedom Camping (kostenlos übernachten außerhalb von Campingplätzen), und zwar an den vielen Orten, an denen die Gemeinden self-contained Fahrzeuge verlangen. Unser Guide dazu, wo Freedom Camping erlaubt ist, erklärt die Regeln, und die Apps CamperMate und Rankers zeigen dir legale Plätze, egal wo du gerade stehst.
Noch zwei Dinge. Erstens: Prüfe, ob dein ausländischer Führerschein hier gültig ist. Unser Guide zum Autofahren in Neuseeland für Besucher aus dem Ausland erklärt das. Zweitens: Nimm alle Fahrzeiten weiter unten als grobe Richtwerte. Neuseelands Straßen haben meistens nur zwei Spuren und schlängeln sich durch die Landschaft. Was auf der Karte nach zwei Stunden aussieht, dauert oft drei. Fahr entspannt und mach oft Pause.
Tour eins: zwei Wochen rund um die Nordinsel
Tag 1 bis 4: nach Norden in die Bay of Islands
Vom Hof aus geht es über die Autobahn Richtung Norden. Paihia, der Hauptort der Bay of Islands, liegt rund 3 bis 3,5 Stunden von Auckland entfernt.
Plan drei Nächte ein. Mach eine Bootstour zwischen den Inseln, lauf zu den Haruru Falls und schau in Waitangi vorbei, wo Neuseelands Gründungsvertrag unterzeichnet wurde.
Wenn du Tage übrig hast: Bis Cape Reinga ganz oben an der Nordspitze sind es noch einmal rund 3 Stunden pro Richtung. Das ist eine lange Fahrt für einen Leuchtturm. Aber was für einer.
Tag 5 bis 7: die Coromandel
Zurück durch Auckland und dann an der Küste entlang auf die Coromandel Peninsula. Von Auckland nach Hahei sind es in der Regel 3 bis 3,5 Stunden, und das letzte Stück ist langsam und kurvig.
Dafür bekommst du Cathedral Cove und Hot Water Beach, wo du dir bei Ebbe deinen eigenen heißen Pool in den Sand gräbst. Nimm einen Spaten mit oder leih dir einen am Strand.
Auf dieser Runde mischst du am besten kostenlose Übernachtungen mit Campingplätzen vom DOC (Department of Conservation, die neuseeländische Naturschutzbehörde). Die einfachen DOC-Plätze kosten in der Regel rund 10 bis 20 NZD pro Person und Nacht und liegen oft an richtig schönen Stellen.
Tag 8 bis 10: Rotorua und Taupo
Rotorua liegt rund 2,5 bis 3 Stunden von der Coromandel entfernt. Es riecht nach Schwefel, und es lohnt sich trotzdem: Geysire, blubbernder Schlamm, Erlebnisse rund um die Māori-Kultur und heiße Bäche in der Umgebung, in denen du baden kannst.
Taupo liegt knapp eine Stunde weiter südlich. Der See ist ungefähr so groß wie Singapur, zu den Huka Falls läufst du in ein paar Minuten, und im Ort kannst du gut deine Vorräte auffüllen.
Tag 11 und 12: Tongariro
Das Dorf National Park liegt rund 1 bis 1,5 Stunden südlich von Taupo. Das Tongariro Alpine Crossing, etwa 19 km quer durch aktives Vulkangebiet, gilt vielen als die schönste Tageswanderung des Landes. Die meisten brauchen sechs bis acht Stunden. Buch dir einen Shuttle, sonst stehst du am Ende weit weg von deinem Van.
Im Winter brauchst du für das Crossing Hochgebirgsausrüstung und meistens einen Guide. Schau vorher auf der DOC-Website nach.
Tag 13 und 14: zurück durch den Waikato
Zurück nach Auckland geht es durch das grüne Weideland des Waikato, rund 4 Stunden entspannte Fahrt. Wenn du Zeit hast: Hobbiton bei Matamata und die Glühwürmchenhöhlen von Waitomo liegen beide fast auf dem Weg.
Tour zwei: vier Wochen, beide Inseln
Diese Tour nimmt die Highlights der Nordinsel im Schnelldurchlauf mit und geht dann über die Cook Strait, die Meerenge zwischen den beiden Inseln, zu den großen Landschaften im Süden.
Woche eins: von Auckland nach Wellington und auf die Fähre
Fahr eine schnellere Version von Tour eins: eine oder zwei Nächte in der Bay of Islands, wenn es unbedingt sein muss, dann Rotorua, Taupo und ein Tag am Tongariro. Von National Park aus liegt Wellington rund 4,5 bis 5 Stunden südlich.
Wellington hat einen ganzen Tag verdient. Te Papa, das Nationalmuseum, kostet nichts und ist richtig gut.
Buch die Fähre, bevor du ankommst. Interislander und Bluebridge nehmen beide Campervans zwischen Wellington und Picton mit, die Überfahrt dauert rund 3 bis 3,5 Stunden, und die Plätze für Fahrzeuge sind im Sommer lange im Voraus ausgebucht.
Woche zwei: Marlborough und die West Coast
Von Picton aus ist die Weinregion Marlborough rund um Blenheim keine Stunde entfernt. Probier den Sauvignon Blanc, aber wer fährt, bleibt nüchtern.
Danach quer rüber an die West Coast. Von Picton nach Westport sind es rund 4 bis 5 Stunden durch die Gegend um die Nelson Lakes. Von dort führt die Küstenstraße nach Süden zu den Gletscherorten Franz Josef und Fox, eine der großartigsten Strecken überhaupt. Rund 4 weitere Stunden, wenn du die Fotostopps auslässt, was du nicht tun wirst.
Denk an dieser Küste ans Tanken. Die Tankstellen liegen weit auseinander, und kleine machen früh zu. Tank also voll, sobald die Anzeige unter die Hälfte fällt, und auf jeden Fall vor der langen leeren Strecke von Fox Glacier über den Haast Pass.
Woche drei: Wanaka, Queenstown und die Fjorde
Der Haast Pass bringt dich nach Wanaka, rund 3,5 bis 4 Stunden von Fox Glacier. Nimm dir zwei Nächte für das Seeufer, die Wanderwege und diesen berühmten Baum im Wasser.
Queenstown liegt rund eine Stunde entfernt, über die Crown Range, die höchste Hauptstraße des Landes. In den kalten Monaten, etwa von Mai bis Oktober, musst du auf dieser Straße in der Regel Schneeketten dabeihaben und sie auch anlegen können. Wenn dir das zu heikel ist, nimm die längere, flachere Route über Cromwell. Dasselbe gilt im Winter für die Straße zum Milford Sound. Schau vor jedem Alpenpass in den Journey Planner von Waka Kotahi NZTA, der neuseeländischen Verkehrsbehörde.
Von Queenstown fährst du rund 2 Stunden nach Te Anau und übernachtest dort. Zum Milford Sound sind es noch einmal rund 2 Stunden pro Richtung, auf einer spektakulären, aber fordernden Straße. Starte also früh. Der Doubtful Sound ist die ruhigere Variante, du kommst per Boot und Bustour ab Manapouri hin, und dein Van bekommt einen Tag frei.
Woche vier: die Ostküste hoch und nach Hause
Zurück geht es durch Central Otago und die Ostküste hoch. Von Queenstown nach Christchurch ist es ein langer Tag, rund 6 bis 7 Stunden. Mach unterwegs Halt am Lake Tekapo, wo das Wasser wirklich diese Farbe hat.
Von Christchurch nach Kaikoura sind es rund 2,5 Stunden. In Kaikoura fallen die Berge direkt ins Meer, und kaum irgendwo sonst kannst du so zuverlässig Pottwale sehen und mit Schwarzdelfinen schwimmen.
Picton liegt rund 2 Stunden weiter nördlich. Nimm deine gebuchte Rückfähre und lass dir dann zwei gemütliche Tage Zeit für die Fahrt mitten durch die Nordinsel zurück nach Auckland.
Mach die Tour zu deiner eigenen
Das sind Vorschläge, keine Hausaufgaben. Häng Tage dran, wo dir ein Ort ans Herz wächst, und streich dafür anderes. Wenn du wissen willst, was so eine Tour realistisch pro Woche kostet, frag Hamish bei uns auf dem Hof. Er malt dir gern seine eigenen Lieblingsplätze auf eine Karte.
Starte deine Tour bei uns auf dem Hof
Unser Hof in Auckland ist 7 Tage die Woche von 8 bis 18 Uhr geöffnet, Besichtigungen nach Vereinbarung. Ruf an oder schreib per WhatsApp unter 020 444 3304, oder schick uns eine Nachricht. Wir sprechen Deutsch. Nous parlons français.