Autofahren in Neuseeland: was dich in der ersten Woche überrascht

Die meisten, die bei Comfort Campervans einen Van kaufen, haben vorher noch nie in Neuseeland am Steuer gesessen. Fast alle kommen trotzdem gut zurecht.

Ein paar Dinge überraschen in der ersten Woche aber fast jeden. Hier steht, worauf du dich einstellen solltest, damit dich nichts kalt erwischt.

Wir fahren links

In Neuseeland wird links gefahren, und der Fahrersitz ist rechts im Van. Wenn du sonst rechts fährst, fühlt sich das etwa einen Tag lang seltsam an, danach hat sich dein Kopf umgestellt.

In der ersten Stunde helfen zwei Eselsbrücken. Erstens sitzt der Fahrer immer näher an der Mittellinie als der Beifahrer. Wenn die Mittellinie links von dir liegt, bist du auf der falschen Seite.

Zweitens sitzt in den meisten japanischen Vans der Blinkerhebel rechts am Lenkrad und der Wischerhebel links. Jeder schaltet mindestens einmal den Wischer an, statt zu blinken. Das passiert wirklich allen, also kein Stress.

Im Kreisverkehr geht es hier im Uhrzeigersinn. Vorfahrt hat, wer von rechts kommt. Lass den Verkehr also erst durch und fädle dann in die nächste Lücke ein.

Wenn du bei uns kaufst, kannst du dich auf den ruhigen Straßen rund um unseren Hof erst einmal an den Van gewöhnen, bevor du dich entscheidest. So laufen Besichtigung und Probefahrt bei uns ab.

Die Straßen sind langsamer, als die Karte vermuten lässt

Das unterschätzen die meisten. Neuseelands Straßen sind fast überall zweispurig, kurvig und hügelig, und Autobahnen gibt es nur rund um die großen Städte.

Eine Strecke, für die du auf einer europäischen Autobahn zwei Stunden brauchst, dauert hier schnell drei oder vier. Die Fahrzeiten in Karten-Apps stimmen ungefähr für einen Pkw, also rechne für einen beladenen Campervan noch etwas drauf.

Plane höchstens rund 300 Kilometer am Tag, weniger, wenn du unterwegs auch wirklich etwas sehen willst. In unseren Routen ab Auckland stecken realistische Fahrzeiten.

Einspurige Brücken

Auf dem Land gibt es Hunderte Brücken, die nur für ein Fahrzeug gleichzeitig breit genug sind. Vor der Brücke steht ein Schild mit zwei Pfeilen.

Zeigt der kleinere rote Pfeil in deine Richtung, musst du warten: anhalten und den Gegenverkehr zuerst über die Brücke lassen. Gehört dir der große Pfeil, hast du Vorfahrt. Geh trotzdem vom Gas und schau, ob die Brücke wirklich frei ist.

Ein hoher Van fährt sich anders

Ein Campervan ist schwerer und höher als das, was die meisten sonst fahren. Daraus folgen drei Dinge.

Wind. Seitenwind schiebt einen hohen Van ganz schön hin und her. Berüchtigt dafür ist die Desert Road, ein hoch gelegenes, offenes Stück des State Highway 1 mitten auf der Nordinsel. Fahr langsamer, halt das Lenkrad mit beiden Händen und lass Lkw viel Platz.

Schotter. Manche der schönsten Nebenstraßen sind unbefestigte Schotterpisten. Bei niedrigem Tempo sind sie kein Problem, aber brems sanft und halte großen Abstand, denn der Bremsweg wird deutlich länger.

Höhe. Viele Parkhäuser in der Stadt haben eine Höhenbegrenzung von rund 2,1 Metern, und da passt ein Van mit Hochdach nicht durch. Merk dir am ersten Tag die Höhe deines Vans und kleb dir einen Zettel aufs Armaturenbrett.

Am Ankunftstag nicht mehr weit fahren

Der Klassiker: nach 24 Stunden Flug in Auckland landen, einen Van abholen und noch am selben Nachmittag losfahren. Jetlag, Linksverkehr und fremde Straßen zusammen sind eine echt riskante Mischung.

Schlaf dich erst aus. Kauf den Van am nächsten Tag, oder kauf ihn und bleib noch ein, zwei Nächte in Auckland, bevor es losgeht. Müdigkeit steckt hier hinter vielen Unfällen, und der Roadtrip läuft dir nach einer guten Nacht nicht weg.

Das Wetter kippt schnell

Vier Jahreszeiten an einem Tag ist in Neuseeland kein Spruch, sondern Alltag. Sonne, Regen und kräftiger Wind wechseln sich innerhalb weniger Stunden ab, vor allem in den Bergen und an der Westküste.

Im Winter liegen auf den Pässen der Südinsel Schnee und Eis, manchmal sind Schneeketten Pflicht oder die Straße wird kurzfristig gesperrt. Informier dich vor jeder Passfahrt über die Vorhersage und die Straßenverhältnisse bei Waka Kotahi NZTA, der neuseeländischen Verkehrsbehörde. Und wenn es schlecht aussieht, warte in aller Ruhe einen Tag ab.

Tempo, Blitzer und Alkohol

Auf den meisten Landstraßen gilt Tempo 100, innerorts 50. Blitzer gibt es viele, und der Bußgeldbescheid geht immer an den eingetragenen Halter, also an dich. Nimm das Tempolimit ernst.

Die Promillegrenze ist niedrig: 0,5 Promille für Fahrer ab 20 Jahren, unter 20 gilt null Promille. Bei manchen reicht schon ein Bier, um in die Nähe der Grenze zu kommen. Die einfache Regel lautet deshalb: gar nichts trinken, wenn du fährst.

Dein ausländischer Führerschein

Mit einem gültigen ausländischen Führerschein darfst du ab Einreise bis zu 12 Monate in Neuseeland fahren. Der Führerschein muss auf Englisch sein, sonst musst du eine korrekte englische Übersetzung oder einen internationalen Führerschein dabeihaben. Alle Details, auch zur Versicherung, stehen in unserem Ratgeber zu Fahren und Versicherung mit ausländischem Führerschein.


Komm vorbei und mach eine Probefahrt

Unser Hof in Auckland ist 7 Tage die Woche von 8 bis 18 Uhr geöffnet, Besichtigungen nach Vereinbarung. Ruf an oder schreib per WhatsApp unter 020 444 3304, oder schick uns eine Nachricht. Wir sprechen Deutsch. Nous parlons français.

Schau dir an, was gerade bei uns auf dem Hof steht.