Fahren und Versicherung mit deinem Führerschein von zu Hause

Mit deinem Führerschein von zu Hause darfst du in Neuseeland fahren, und einen Campervan, der dir hier gehört, kannst du auch versichern. Beides ist einfacher, als die meisten erwarten. Ein paar Regeln solltest du trotzdem kennen, bevor du kaufst.

Die 12-Monats-Regel

Ab dem Tag deiner Einreise darfst du in Neuseeland bis zu 12 Monate lang mit deinem gültigen Führerschein von zu Hause fahren. Ist er auf Englisch ausgestellt, brauchst du nichts weiter.

Ist er nicht auf Englisch, musst du zusätzlich eine korrekte englische Übersetzung oder einen internationalen Führerschein (International Driving Permit, IDP) dabeihaben. Weder die Übersetzung noch der IDP ersetzen deinen eigentlichen Führerschein, also hab immer beide Dokumente im Van dabei.

Du darfst nur die Fahrzeuge fahren, für die dein Führerschein von zu Hause gilt. Alle Vans bei uns auf dem Hof fährst du mit einem ganz normalen Pkw-Führerschein, Klasse B reicht also.

Hab deinen Führerschein immer dabei, wenn du fährst. Die Polizei kann bei jeder Kontrolle danach fragen.

Wenn du länger als 12 Monate bleibst

Nach 12 Monaten in Neuseeland musst du deinen Führerschein in einen neuseeländischen umschreiben lassen. Je nachdem, in welchem Land dein Führerschein ausgestellt wurde, reicht dafür ein einfacher Antrag, oder du musst Theorie- und Praxisprüfung ablegen.

Zuständig ist Waka Kotahi NZTA, die neuseeländische Verkehrsbehörde. Schau rechtzeitig vor Ablauf deines ersten Jahres auf deren Website nach, was für dein Land gilt.

Keine Versicherungspflicht, versichere deinen Van trotzdem

In Neuseeland gibt es keine gesetzliche Kfz-Versicherungspflicht. Die meisten hier versichern ihr Fahrzeug trotzdem, und wir raten dir dringend dazu.

Eine Haftpflicht (Third Party Insurance) ist das Mindeste, was du haben solltest. Sie kommt für Schäden auf, die du an fremden Fahrzeugen und fremdem Eigentum verursachst. Ein kleiner Fehler neben einem teuren Auto kann dich sonst deutlich mehr kosten, als du für deinen Van bezahlt hast.

Eine Vollkasko (Comprehensive Insurance) deckt zusätzlich deinen eigenen Van ab, samt Diebstahl und Unfallschaden. Wenn der Van für die nächsten sechs Monate dein Zuhause ist, liegt darin alles, was du besitzt. Für die meisten, die lange unterwegs sind, ist die Vollkasko gut angelegtes Geld.

Hol dir Angebote, bevor du kaufst

Mehrere neuseeländische Versicherer versichern auch Fahrer mit ausländischem Führerschein. Ob sie dich annehmen und was es kostet, ist von Anbieter zu Anbieter verschieden und hängt oft von deinem Alter ab, vom Ausstellungsland deines Führerscheins und davon, wie lange du ihn schon hast.

Hol dir deshalb Angebote ein, bevor du Geld für einen Van auf den Tisch legst, egal ob bei uns oder woanders. Die meisten Versicherer nennen dir online oder am Telefon in wenigen Minuten einen Preis, und du brauchst dafür nur das Kennzeichen des Vans, der dir gefällt.

Wenn du beim Kauf selbst noch ganz am Anfang stehst: Unser Leitfaden zum Campervan-Kauf in Neuseeland als Reisender geht den ganzen Ablauf Schritt für Schritt durch.

Was die Versicherung von dir wissen will

  • Dein Alter, das Ausstellungsland deines Führerscheins und wie lange du ihn schon hast.
  • Deine Fahrpraxis und ob du schon einmal einen Schaden gemeldet hast.
  • Marke, Modell, Baujahr, Kennzeichen und Wert des Vans.
  • Eine Adresse in Neuseeland. Die Adresse eines Hostels oder Campingplatzes wird in der Regel akzeptiert.
  • Wo der Van normalerweise über Nacht steht.
  • Wie lange du in Neuseeland bleiben willst.

Antworte ehrlich. Stimmen deine Angaben nicht, kann die Versicherung die Zahlung verweigern, genau dann, wenn du sie brauchst.

ACC, und warum Verletzungen hier anders geregelt sind

Neuseeland hat ein staatliches System namens ACC (Accident Compensation Corporation). Es deckt Verletzungen aus Unfällen ab, für alle im Land, auch für Reisende, und zwar unabhängig davon, wer schuld war. Deshalb geht es bei der Kfz-Versicherung hier um Schäden an Fahrzeugen und Sachwerten, nicht um Arztrechnungen. Das System ist gut, aber es repariert deinen Van nicht und bezahlt auch nicht das Auto, in das du gefahren bist. Ein Grund, auf eine Versicherung zu verzichten, ist es also nicht.

Bevor du losfährst

Autofahren hat hier seine Eigenheiten: Du fährst links, und die Straßen sind oft schmal und kurvig, du brauchst also länger, als die Karte vermuten lässt. Unser Beitrag zum Autofahren in Neuseeland für Reisende erklärt die Verkehrsregeln, über die viele stolpern.

Über Führerschein und Versicherung reden wir gern persönlich mit dir. Lies vorher kurz nach, wie eine Besichtigung bei uns abläuft.


Komm vorbei und schau dir die Vans an

Unser Hof in Auckland ist 7 Tage die Woche von 8 bis 18 Uhr geöffnet, Besichtigungen nach Vereinbarung. Ruf an oder schreib per WhatsApp unter 020 444 3304, oder schick uns eine Nachricht. Wir sprechen Deutsch. Nous parlons français.

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